Schleim in den Haaren – Wie günstige Haarprodukte schaden!

Eine schöne Frau mit unglaublich tollen Haaren, die von der Windmaschine den letzten Schliff bekommen, wirbt in eurem Drogeriemarkt oder dem Kaufhaus eures Vertrauens für das perfekte Wohlgefühl, wenn ihr zu den günstigeren Haarpflege- und Styling-Produkten greift. Denkste!

Das große Erwachen kommt dann spätestens bei eurem Friseur, wenn ihr es euch am Waschbecken bequem gemacht habt und auf die entspannende Kopfwäsche mit Massage wartet. Und da ist er dann, der Moment in dem dein Hair Coach stockt, denn anstatt den Staub und die Absonderungen des Tages vom Haar zu waschen, bilden sich kleine, schleimige Klumpen, die euer Haar absondert.

Wo mag das herkommen? Was ist das? Das, Ihr Lieben, ist das Ergebnis längerer Benutzung von günstigen Haarprodukte aus Supermärkten und Discountern, das ist der versprochene Strukturaufbau, der unnachahmliche Glanz und das tolle Lebensgefühl. Dabei sah es in der Werbung doch noch so toll aus? Klar, heute ist Photoshop und Postproduction eben die Schönheitsoperation des einfachen Mannes, in häufigeren Fällen der Frau. Was ihr damit aber eurem Haar antut, dazu wissen unsere Hair Coaches mehr zu sagen.

Cordula [Kiel 2.0] hat schon sehr häufig diese Erfahrungen gemacht und weiß, was bei Billig-Produkten geschieht: „Günstige Haarprodukte enthalten sehr viele schlechte Silikone. Anstatt wirksamer Essenzen, die ins Haar eindringen, legen sich diese Silikone wie ein Film um das Haar – zwar unsichtbar für den Laien – und umschließt es. Dieser Film trocknet das Haar von innen aus und dennoch sieht es aufgrund des Films immer toll aus. Allerdings wird das Haar langfristig resistent gegen Farb- und Pflegebehandlungen, da die Farb- oder Pflegemoleküle nicht durch diese Schicht kommen. Für den Hair Coach braucht es dann tiefenreinigende Produkte, die das alles ablösen können. Besonders gemein ist, dass sich diese Schicht mit jeder Anwendung eines billigen Produktes weiter aufbaut.“

Vanessa [Kiel 1.0] hat die Erfahrungen sehr häufig mit Wachsprodukten gemacht: „Wachsprodukte aus dem Discounter trocken das Haar noch stärker aus, vor allem, wenn es sich um Matt-Produkte handelt. Um den Look hinzubekommen, wird hier mit Zusatzstoffen gearbeitet, die die Oberfläche des Haares sehr stark aufrauen und zerstören. Auch bei billigen Shampoos oder Conditionern rate ich jedem Kunden ab, da die verwendeten Silikone zwar den Glanz stärken, das Haar langfristig stark an Volumen verliert und sich nicht mehr wie gewünscht stylen lässt. Die Kundinnen denken natürlich, dass sie ihrem Haar Gutes tun, merken aber gar nicht, wie es nach und nach zerstören, wo dann nicht selten nur noch die Schere helfen kann.“

Katharina [Hamburg 1.0] ist sehr froh darüber, dass OUTFIT seit kurzem URBAN ALCHEMY im Programm hat, denn für sie ist dieses Produkt die absolute Rettung: „Wir merken es im Salon immer stärker, dass immer mehr Kunden zu billigen Alternativen greifen und sich dann wundern, wenn beim Friseur der Preis in die Höhe steigt. Es ist kein Wunder, denn wir als Profis wollen dem Kunden das perfekte Ergebnis liefern, dazu bedarf es einer Basis. Billig-gepflegte Haare müssen immer häufiger in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden, da sie sonst gar nicht aufnahmefähig für Pflege und vor allem Farben sind. Es bedarf manchmal bis zu fünf Waschungen mit tiefenreinigenden Produkten, um die Schichten abzubekommen. Da schwöre ich auf die schonende Tiefenreinigung von URBAN ALCHEMY, da es solche Rückstände auf schonende und pflegende Weise lösen kann. Nichts wird angegriffen, sondern aufnahmefähig für wirklich gute Wirkstoffe gemacht.“

Massenware aus dem Supermarkt oder dem Discounter beinhalten eine große Konzentration an schädlichen Stoffen, und auch, wenn auch der Verpackung mit toll-klingenden Zutaten wie Avocado, Honig, Shea-Butter, Aloe Vera oder Antioxidantien geworben wird, könnt ihr davon ausgehen, dass die Konzentration so gering ist, dass sie gar nichts gegen die schädlichen Inhaltsstoffe ausrichten können. Salonexklusive Marken müssen sich gerade dabei von den billigen Mitbewerbern abheben und können es sich gar nicht leisten, schädliche Inhaltsstoffe zu nutzen, denn das nimmt der Konsument dann erst recht übel. Verständlich!

Es wird wohl mal Zeit, eure Produkte zu checken, denn hier kommt unsere Top10 der schädlichsten Inhaltsstoffe:

  1. Silikone
    Ummanteln das Haar und versiegeln es, das Haar trocknet aus und wird brüchig. Auf den Inhaltslisten sind sie fast unsichtbar, man erkennt sie meistens an den Endungen wie „cone“ oder „xane“ – je eher diese auf der Liste auftauchen, desto höher der Anteil.

    Alternativen:
    Jojoba, Kokosett, Avocadoöl, Olivenöl, Mandelöl

  2. Parabene
    Hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen im Produkt. Sie dienen nur als Verlängerung der Haltbarkeit und können allergische Reaktionen hervorrufen. Zudem ähneln die dem Östrogen, so kann es bei längerer Verwendung zur Verweiblichung bei Männern und zu stärkeren Stimmungsschwankungen bei Frauen kommen. Eine geile Hormonbombe! Aktuell sind zwei Parabene-Arten bekannt, die als unbedenklich gelten: Ethylparaben & Methylparaben.
  3. Sulfate
    Sie trocknen dein Haar extrem schnell aus und auch allergische Reaktionen bei längerer Anwendung sind keine Seltenheit. Sie trocknen die Kopfhaut aus und schädigen die Schutzschicht der Haut. Habt Obacht bei Natirumlaurylsulfat – SLS (Sodium Lauryl Sulfate), Natirumdodecylpoly(oxyethylen)sulfat – SLeS (Sodium Laureth Sulfate) oder Ammonium Lauryl Sulfate (ALS).
  4. PEG
    Eigentlich nur ein Ersatzstoff für Sulfate, aber in der Wirkung auch nicht besser. Achtet auf Polyethylenglykol.
  5. Propylene Glycol
    Ein künstlicher Weichmacher, der aus Erdöl gewonnen wird.
  6. Paraffine
    Billiges Mineralöl wird zu Paraffinen gemacht und die Wirkung ist ähnlich wie bei Silikonen. Deswegen achtet auch bei euren Cremes darauf, dass sie frei von Paraffinen sind, da sie die Haut über Nacht vor allem dicht verschließen und sie nicht atmen kann.
  7. Alkohol
    Er wirkt desinfizierend und kann je nach Art Feuchtigkeit bewahren oder austrocken, was zur Schuppenbildung führen kann. Achtet auf:

    Cetearyl Alkohol & Cetyl Alkohol
    Bewahrt Feuchtigkeit im Haar/Haut, glättende Wirkung

    Stearyl Alkohol   
    Verdicker für Cremes und Shampoo aus Sonnenblumenöl, bewahrt Feuchtigkeit

    Isopropyl Alkohol      
    Trocknet aus, wirkt desinfizierend, bakterostatisch und ist toxisch – yummy

    Benzyl Alkohol           
    Wird aufgrund des Aromas als Duftstoffträger und Weichmacher benutzt, trocknet nur leider sehr stark ausAlkohol Denat (SD Alkohol)   
    Entfettet Haut und Haar und ist sehr schädlich.

  8. Formaldehyd
    Nagellacke, Haarprodukte – dieses Zeug macht nicht nur Bakterien den Gar aus, sondern auch eurer Haut, kann die Atemwege reizen und zu Gedächtnis- und Schlafstörungen führen. ACHTUNG: Bei einem Volumenwert von 0,05 Prozent muss Formaldehyd nicht deklariert werden. Aber selbst geringe Mengen auf Dauer können schädlich sein.
  9. EDTA
    Ethylendiamintetraessigsäure oder chemisch Ethylene-Diamino-Terta-Acetate ist ein syntetischer Komplexbildner, der gut mit anderen Inhaltsstoffen reagiert. Es vereinfacht den Transport von PEG, Sulfaten oder Parabenen in den Körper und lässt sich von der Natur nicht abbauen. Klasse, eine Chemiekeule, mit Boomerang-Effekt.
  10. Parfüm
    Düfte sind was Tolles, aber nur, wenn sie natürlich hergestellt werden. Natürliche Aroma- und Duftstoffe sind nicht nur aufwändig in der Herstellung, sondern auch entsprechend kostenintensiv. Aber warum natürlich, wenn die Giftküche so etwas zum Spottpreis hin bekommt. Diese sorgen nicht selten für allergische Reaktionen, und man kann nicht genau feststellen, welcher Stoff die Reaktion auslöst, denn synthetische Duftstoffe werden nicht selten aus bis zu hundert verschiedenen Chemikalien zusammengesetzt. Viele müssen zum Glück mittlerweile gekennzeichnet werden: Alpha-Isomethyl Ionone; Benzyl Alcohol, Benzyl Salicylate, Citral, Citronellol, Geraniol, Hexyl Cinnamal, Linalool, Limonene.

Wer also billig kauft, zahlt häufig doppelt und auch mehr. Schon seit Jahren ist lange nicht mehr das in unseren Produkten oder Nahrungsmitteln drin, was man uns in der Werbung weiß machen will. Bestes Beispiel der Kampf von Jamie Oliver in England gegen McDonald’s, wo aufgedeckt wurde, wieviel Fleisch eigentlich in einem Burger ist. Hier ist es genauso, je billiger eine Produktlinie im Handel ist, desto mehr muss es massentauglich sein und somit steigt die Konzentration an schädlichen Substanzen. Wenn du deinem Hair Coach vertraust, vertraust du ihm auch diesem Bereich, denn er weiß, was mit deinem Haar los ist.

Wie bei einem Gift liegt es immer an der Konzentration, in manchen Dosen kann es tödlich sein und dann hilft nur noch die Schere, lass es nicht soweit kommen. Wir als verantwortungsvolles Unternehmen würden uns nicht nur ein Umdenken in der Gesellschaft, sondern vor allem auch Seitens anderer Kanäle wünschen, damit die Augenwischerei, die im Kampf um jeden Cent bei den großen Konzernen betrieben wird, endlich ein Ende hat. Euer Haar und euer Wohlgefühl sollten euch das wert sein!

 

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